LILA
MOOKERJEE
„Man kann sehr deutlich mitfühlen, wie das Licht, das – in einzelnen reinen oder übereinander liegenden Farbbahnen gebunden – wie eingefangen zu sein scheint, in Schwingung gesetzt ist. Die Farbe wird als reiner Wert an sich wahrgenommen. Die mit dem Pinsel geformte Farbe, als hingespritzter Fleck, als gerader oder kurviger Strich oder Bahn oder als größere Fläche, läßt in ihrer jeweiligen Bewegungsrichtung und Konsistenz etwas ahnen von der Bewegung des Lichts, seiner Lebendigkeit und Schnelligkeit, von der Klarheit, seiner Helle ebenso von seiner diffusen Erscheinung, von der Schwere und der Heiterkeit, die das Licht in seinem materiellen Aggregatzustand Farbe als ästhetische Qualität ausstrahlt.
2013 - Maisonnais, dept.Cher



2017 - Maisonnais, dept.Cher
Und schließlich zeugen diese Farbwerke von der Spiritualität des Lichtes, das diese Bilder in einen Schwebezustand versetzt, in dem alle farbigen Körper sich leicht, ja manchmal sogar wie in tanzender Trance fühlen. Diese Bilder zeigen nichts weiter als Farbe und stehen doch in einem bestimmten Verhältnis zur Welt. Farbe erscheint hier als ein Ort, an dem Bild und Welt sich begegnen. Diese Begegnung ist keine Vermischung und auch keine Überschneidung von Bild und Welt.
Bei dem Verhältnis der Farben dieser Bilder zur Welt handelt es sich um eine Verknüpfung, die über das Sehen selbst hergestellt wird. Der Betrachter, also wir, selbst wird zum Auslöser essentieller, emotional fassbarer Aussagen über die Welt und das Sein. „Nur was rein und still ist, vermag Richtschnur für die Welt zu sein“, diese taoistische Axiom des chinesischen Philosophen Lao-tse scheint auch die Bildwelt von Lila Mookerjee zu bestimmen, es ist ihr als Antrieb und Kraftquelle für ihr künstlerisches Tun immanent.“
Peter Gerlach
Kunstkritiker
Weiteres
Kontakt
Rechtliche Angaben